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Stütze 100 und Station Landgericht machen
den Anfang.
Ab dem nächsten Jahr wird die Erneuerung des Schwebebahngerüstes
fortgesetzt. Nach dem aktuellen Planungsstand soll während der
Sommerferien 2010 vom 16. Juli bis 22. August der
Gerüstabschnitt in Sonnborn erneuert werden. Andreas Feicht,
Vorsitzender der WSW-Geschäftsführung: "Bis 2014 soll die
gesamte Strecke fertig sein."
Am Übergang von der Wasser- auf die Landstrecke handelt es sich
um insgesamt zehn alte Brücken samt Stützen auf einer Länge von
250 Metern. Sie sollten eigentlich längst erneuert sein. Bei der
Ausschreibung hatten die WSW aber nur ein einziges überteuertes
Angebot erhalten. Daraufhin war die Ausführung verschoben und
neu ausgeschrieben worden. Die Vorbereitungen im Straßenraum zur
Bauausführung beginnen bereits Mitte März 2010. Markant ist die
neue Bauform der Stütze 100, die als einzige auf der gesamten
Strecke zwischen Oberbarmen und Vohwinkel mittig unter dem
Gerüst sitzen wird.
Die Haltestelle Landgericht samt drei Gerüstbrücken sowie einer
Anker- und Pendelstütze wird in den Herbstferien vom 9. bis 17.
Oktober 2010 demontiert und anschließend bis April 2011
formidentisch wiederaufgebaut. Sie erhält wie alle Stationen
behindertengerechte Aufzüge. Vorbereitende Arbeiten sind ab Juli
2010 geplant.
Die Stationen Völklinger Straße und Werther Brücke werden in den
folgenden Jahren ebenfalls formidentisch wieder aufgebaut. Die
Haltestelle und die Wagenhalle Oberbarmen werden als Neubauten
2011 bis 2012 realisiert. Erstmals ist im vorderen Teil der
Wagenhalle Oberbarmen eine direkte Wendanlage wie die Kehre an
der Station Vohwinkel vorgesehen. Die Arbeiten sollen bis zum
Jahr 2014 abgeschlossen werden.
Da im Bereich der Stütze 100 und bei den genannten Stationen die
Gerüste in der Substanz über 100 Jahre alt sind, macht der sich
naturgemäß verschlechternde Zustand der alten Teilstücke und
Bahnhöfe der Schwebebahn eine Begegnungsregelung der Züge
erforderlich, um die Tragkonstruktion zu schonen.
Bis zur Fertigstellung des gesamten Ausbaues im Jahr 2014 können
sich dadurch die Fahrzeiten auf der Strecke verlängern. "Wir
beugen mit diesen Maßnahmen aufwändigen Reparaturen vor. Die
Sicherheit bleibt auf jeden Fall gewährleistet", sagt Dr. Peter
Hoffmann, Leiter der Schwebebahn und des ÖPNV-Systemmanagements.
"Wir bitten aber Fahrgäste und Anwohner um Verständnis für nicht
vermeidbare Beeinträchtigungen."
Das alte Gerüst wird bis zur Erneuerung wöchentlich einer
Sichtprüfung unterzogen und alle sechs Wochen umfangreich
durchgecheckt. Seit Monaten dürfen dort, wie auch bei den alten
Stationen, die Züge nur noch mit einer Höchstgeschwindigkeit von
20 Kilometern pro Stunde verkehren. |