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Lebenslauf der Gruppe
  
Lebenslauf unseres 'Leiters' Michael Brischke

Pressespiegel: 

7.Programm (1999)         8.Programm (2000)
Festival "20 Jahre Kabarett in Wuppertal" (2001)
9. Programm (2001)       10. Programm (2002)
11. Programm (2003)     12.Programm (2004)
13.Programm (2005)     14.Programm (2006)
15. Programm (2007)    16.Programm (2008)
17.Programm (Gastspielprogramm) 2009
18.Programm (2009)      19.Programm (2009)
Festival "30 Jahre Kabarett in Wuppertal" (2011)
20.Programm (2011)

Bilder:

 

Festival "20 Jahre Kabarett in Wuppertal" (2001)

9. Programm (2001           10.Programm (2002)

10 Jahre "Kabarettungsdienst"

11. Programm (2003/2004)     12.Programm (2004)

13.Programm (2005)           14.Programm (2006)

15. Programm (2007)          16.Programm (2008)

17.Programm (Gastspielprogramm) 2009

18.Programm (2009)            19.Programm (2009)

Festival "30 Jahre Kabarett in Wuppertal" (2011)

20.Programm (2011)

Karten

 

Pressespiegel unseres Gastspielprogramms "Prima Klima" (2009)

Kabarett: Sehr bissig und böse – aber auch richtig gut

von Nina Henkels

Kabarettungsdienst In der Aula des Johannes-Rau-Gymnasiums zeigte die Truppe „Prima Klima“.

KABARETTUNGSDIENST

AKTEURE: Jasper Tobias Elbers

Der 21-Jährige ist seit sechs Jahren dabei, obwohl er sein Abi lange in der Tasche hat. „Ich kann einfach nicht aufhören“ grinst er. „Es macht einfach Spaß mit der Gruppe zu arbeiten. Die soziale Komponente bleibt im normalen Schulalltag ja leider meistens auf der Strecke. “

Sarah Frede ist 17 Jahre alt und im Gegensatz zu Jasper neu dabei. „Ich habe eine sehr große Wut auf die Welt und mich stören echt viele Sachen. Beim Kabarett kann ich das gut verarbeiten“ erklärt sie mit einer Leidenschaft, die sie authentisch macht.

 

TERMIN:

Bevor die Gruppe nun zu einer Tour nach Baden-Württemberg aufbricht, kann man den Kabarettungsdienst am 18. Juni im Rahmen der Schultheaterwoche nochmal im Rex-Theater beim Einsatz beobachten.

 

 

 

 

 

Prima Klima: Der Kabarettungsdienst des Johannes-Rau-Gymnasiums hatte offenbar auch selbst viel Spaß an der Satire.       (Foto: Mathias Kehren)

 Wuppertal. „Wo wir hinkommen, ist es meistens schon zu spät“. Was für einen Krankenwagen dramatisch wäre, ist für den Kabarettungsdienst des Johannes-Rau-Gymnasiums genau richtig – Missstände, Ungerechtigkeiten, das ganz alltägliche Übel der Welt wird durch den Kakao gezogen, mit spitzer Zunge kommentiert und so wiederbelebt, dass der Zuschauer mit einem Kloß im Hals lachen muss.

 

Amoklauf trotz Notfallordner, geht denn das überhaupt?

So geschehen am Samstag in der Aula des Gymnasiums. Mit einer abwechslungsreichen Auswahl aus den Programmen der vergangenen sechs Jahre präsentierte die Satiregruppe ein sehr ansprechendes Kabarett zu Themen, die immer noch oder wieder aktuell sind. So näherten sich die Schüler auf verschiedene Art und Weise dem Thema Amoklauf in Schulen an. Mal wurde verzweifelt und vergebens versucht, den Anweisungen des umstrittenen Notfallordners zu folgen, ein anderes Mal ging es um sehr subjektive Sichtweisen gegenüber gewaltverherrlichenden Computerspielen.

Sehr bissig und grotesk wurde es dann bei der fiktiven Show „Deutschland sucht den Superhitler“. Dort standen dem Publikum verschiedene Ausführungen der Person Hitler zur Wahl, so wie er gerne in den Medien dargestellt wird: Psychopath, Dummkopf, Demagoge oder Entertainer. Wem keiner zusagt, dem wurde empfohlen, einfach die Geschichte neu zu schreiben.

 

Weitere Kritik, nicht nur an der Medienkultur, übte die Nummer „Hartz IV-Promi-Dinner“, in der Prominente wie der Deutsche Bank-Vorsitzende Josef Ackermann und Verona Pooth Tipps für ein Menü mit Kräutern aus dem Stadtpark gaben. Auch in den anderen Nummern gab es kein Pardon – weder für deutsche Mallorca-Strandurlauber, die ein ankommendes Flüchtlingsschiff mit einem Abenteuerurlaub verwechseln, noch für den Geiz-ist-geil-Trend, der zur Eigen-Blinddarm-Operation aufruft.

 

Hin und wieder gab es kleine Versprecher, die jedoch charmant überspielt wurden; die Zuschauer konnten einfach nur staunen über die charismatische und sympathische Gruppe, deren Professionalität überzeugte.

 

„Man kann nie Kabarett machen ohne sich selbst mit einzubeziehen“ sagt Leiter Michael Brischke, der manche Nummern am Klavier unterstützte. Er gründete 1981 die erste Schülerkabarettgruppe „Die Kothener Putzkolonne“, seitdem ist es seine Berufung „die Liebe zu dem Genre bei den Schülern zu wecken“. Mit Erfolg, wie man sah und hörte.

 

WZ-Wuppertal, 8.6.2009
nach: http://www.wz-newsline.de/?redid=542765&b=2

Prima Klima

Wuppertaler Schülerkabarett zu Gast

Grinse-Groteske mit sicherem Auftritt: Im Mössinger Quenstedt-Gymnasium gastierte am Montag das Kabarett des Wuppertaler Johannes Rau-Ganztagsgymnasiums.

 

Alles ist bis ins Detail ausgeftüftelt: der Wuppertaler „Kabarettungsdienst“ im Quenstedt. Bild: Rippmann

Mössingen „Prima Klima!“ nennt dieser „Kabarettungsdienst“ sein Programm. Die elf Schüler im Alter zwischen 15 und 21 Jahren sind mit ihrem Lehrer Michael Brischke angereist, der 1993 das Kabarett begründete. Seither haben 92 Schüler 222 Aufführungen der insgesamt 16 Programme zustande gebracht. Brischke legt Wert auf die Feststellung, dass seine Truppe bundesweit höchstwahrscheinlich das einzige Pennäler-Kabarett ist, das seine Texte zu hundert Prozent selber schreibt.

Es treten auf der oratorische Schmalztopf Annette Schavan und Frau Merkel (schön parodiert von Robin Smets), die haben nämlich den BEHV-Bildungskoeffizienten aus „Bildung-Einkommen-Herkunft-Vermögen“ ausgetüftelt, um die deutsche Ordnung und Hierarchie zu konservieren. Dann wird der DSD-Superhitler gesucht. Mit Hitler-Bilder, die zur Verharmlosung des Faschismus aufgetischt werden, beschäftigen sich der Obernazi als Psychopath, der beruflich gescheiterte Dummkopf oder der Volksverführer – hier zeigen sich intensive Beobachtung und genaue Analyse.

An guten Einfällen für verstanderhellende Szenen leidet es keinen Mangel. Talibanische Terroristen treffen auf kannibalische Finanzberater und bleiben, was die Existenzvernichtung angeht, weit hinter deren Aktivitäten zurück, bis sie dem Rat folgen, sich zu tarnen, eben als Finanzberater, die kriegsgewinnlerisch Aktienkurse einsetzen. Die Schüler nehmen Werbeparolen ins Visier, nennen „Geiz ein geiles Pläsier“, da doch die Schnäppchen aus den geschundenen Knochen der Ausgebeuteten hervorwachsen. Karikieren eine Kochshow für ein „Hartz-IV-Promi-Dinner“ , mit der Zubereitung eines knusprigen Hungertuchs. „Ich bin dein Handy“ ist ein schönes Stückchen über den allerbesten Schatz vieler Menschen, der hier aus der Sicht des Geräts die Beziehungskiste auspackt.

Vieles kommt aus dem Schulalltag. Aus dem bürokratiepedantischen Notfallordner der NRW-Schulministerin für die Schadenswechselfälle des schulischen Lebens, mit detailreichen Anweisungen für Attentat, Mord, Geiselnahme, Brandanschlag, schmieden sie eine Grinse-Groteske.

In der Zugabe zeigen sie, wie das Lied „Wer hat die Kokosnuss geklaut?“ lauten müsste, würde es nach den Sprachregularien der politischen Korrektheit umgeschrieben. Die Schüler bewegen sich sicher auf der Bühne, haben spürbar Erfahrung im Umgang mit dem Publikum, sie singen gut, vom aufmerksamen Lehrer Brischke am Flügel begleitet, alles ist bis ins Detail ausgetüftelt.

 

Einige Sketche und Liedtexte freilich sind zu lang, da geht einiges an Witz unter. Eine gute Sache insgesamt. Hatte nur einen großen Haken: Es waren viel zu wenig Leute da. Deutschlehrerin Marena Sunten führte die mangelhafte Anwesenheit auf das zeitsaugerische G8 zurück, das immer weniger Freizeitraum lasse.

Info
Heute wird „Prima Klima“ um 20 Uhr in der Reutlinger „Uhlandhöhe“ bei einer GEW-Veranstaltung gezeigt. Am Freitag, 11.30 Uhr tritt das Kabarett in Tübingen in der Aula Uhlandstraße auf, um 19 Uhr dann in der Tübinger Albert-Schweitzer-Realschule, wiederum zu Gast bei der GEW.

Schwäbisches Tagblatt, Tübingen, 24.6.2009

Text: Jürgen Jonas  Quelle: http://www.tagblatt.de/3211210
Schüler mischen oben mit

 

Kabarettungsdienst auf Tour

 

Sie gehen noch zur Schule – aber wenn es darum geht, Zuschauer zum Lachen zu bringen, mischen sie vorne mit. Jetzt ging der Kabarettungsdienst (Foto privat) des Johannes-Rau-Gymnasiums sogar auf Tournee. Die Gewinner des Schülertal-Schulpreises spielten in Tübingen, Reutlingen, Mössingen und Lauffen. Sechs Aufführungen und fünf Workshops in acht Tagen.

Während der Reise tüftelten die Kabarettisten mit Lehrer Michael Brischke auch am neuen Programm, das am 19. September in Wuppertal Premiere haben wird.

 

WZ Wuppertal, 11.8.2009 (mit dem selben Bild)

Der „Kabarettungsdienstdes Barmer Johannes-Rau-Gymnasiums an der Siegesstraße war jetzt auf Tournee in Baden-Württemberg.

Acht Tage lang gastierten die Gewinner des Schülertal-Schulpreises vor allem an Schulen in Tübingen, Reutlingen, Mössingen und Lauffen. Sechs Aufführungen und fünf Workshops unter dem Motto„Kabarett selber machen wie geht das?“ waren eine Herausforderung, aber auch eine tolle Erfahrung für die beteiligten Schülerinnen und Schüler.

Die Reaktionen der Zuschauer und Workshopteilnehmer waren überall sehr positiv. Die meisten Schulen hätten die Gruppe am liebsten gleich wieder für das nächste Jahr eingeladen.

Das „Schwäbische Tagblatt“ in Tübingen schrieb am 24. Juni: „An guten Einfällen für verstanderhellende Szenen leidet es keinen Mangel. Talibanische Terroristen treffen auf kannibalische Finanzberater und bleiben, was die Existenzvernichtung angeht, weit hinter deren Aktivitäten zurück, bis sie dem Rat folgen, sich zu tarnen, eben als Finanzberater, die kriegsgewinnlerisch Aktienkurse einsetzen. Die Schüler bewegen sich sicher auf der Bühne, haben spürbar Erfahrung im Umgang mit dem Publikum, sie singen gut, vom aufmerksamen Lehrer Brischke am Flügel begleitet, alles ist bis ins Detail ausgetüftelt.“
Parallel zu dieser Gastspielreise hat der „Kabarettungsdienst“ schon sein 18.Programm getextet, das am 19. September im Johannes-Rau-Gymnasium Premiere haben wird.

Wuppertaler Rundschau, 19.8.2009