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Von
Katrin Asmuss
Wuppertal. Mit einem Glas Wein saß Michael Brischke in einem gemütlichen Sessel.
Noch einige andere Requisiten ließen die Zuschauer die Atmosphäre
nachempfinden, die immer beim kreativen Prozess für die Entwicklung der
Programme vom
„Kabarettungsdienst" herrscht.
Die
Kabarettgruppe des Gymnasiums Siegesstraße feierte im Live Club Barmen
ihren nunmehr 10. Geburtstag mit der Aufführung von Ausschnitten aus all
ihren Programmen. Eine Ausstellung der Requisiten, von Auszügen aus
Programmheften, originalen Texten und Noten, Presseartikeln und Fotos
konnten die Gäste nach der ersten Halbzeit anschauen, und auch für Essen
und Trinken war bei diesem Jubiläumsfest gesorgt.
Der
Einstieg ins Bühnengeschehen kam zunächst aus dem Publikum. „Tatü,
tata, der Kabarettungsdienst ist wieder da ...", sangen Ehemaligen,
Jetzige und auch einfach nur Mitschüler die Erkennungsmelodie. Brischke
als Gründer und Leiter des Kabarettungsdienstes unterhielt in seiner
Moderation die Gäste der Vorstellung mit kleineren Anekdoten, |
plauderte
aus dem Nähkästchen und nicht nur „Von Risiken und
Nebenwirkungen" - so lautete übrigens der Titel des ersten
Programmes der Kabarettungsdienstler.
Bitterböse,
polemisch, überzogen eben nach guter Kabarettmanier wurden das
Asylantenthema, der Hunger in der Welt, Genmanipulation, natürlich das
Thema Schule und vieles andere präsentierte. Teilweise spielte sogar die
Originalbesetzung die „Satirischen Verse" aus dem 2. Programm oder
Auszüge aus „Willkommen im Freizeitpark Deutschland", dem 3.
Programm.
Zwischendurch
erfuhr das Publikum von Reisen, die das Ensemble unter anderem in die
Partnerstadt Schwerin unternahm, aber auch, dass der
„Kabarettungsdienst" einst im 1. Bergischen Kabarett- und
Satirepreis in der Kategorie „Schülerkabarett" gewann.
Spannend
und witzig war auch Brischkes Plaudern darüber, woher die Impulse für so
manche Nummern stand stammen: aus dem Leben der Teenies selbst, die von
Boygroups um ihr Taschengeld erleichtert werden, das letztlich an den
Produzenten der beliebig austauschbaren Jungs fließt. Aber auch
dpa-Meldungen lieferten die eine oder andere Vorlage wie auch eine
Werbebroschüre von einem der ersten "Beerdigungs-Discounter".
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