Wegen dem schönen Wetter entschloß ich mich doch noch für eine Stunde zu meinem Standard-Barfußstrecke (bei Monheim-Baumberg) aufzubrechen. Aus der geplanten einen Stunde wurden drei ! Es begegneten mir diesmal relativ Viele. Sie grinsten mich meisten an, als ich ihnen barfuß begegnete, sagten jedoch nichts. Wäre auch lästig geworden. Der Weg ist naturbelassen (Waldweg, sandig, teilweise matschig) und war nach der längeren Regenzeit in diesen September Stellenweise sehr aufgeweicht.
Zwei Begegnungen sind jedoch erwähnenswert. Nach einiger Zeit, ich lief gerade durch ein Schlammloch, kam mir eine junge Frau entgegen und sprach mich auf unseren Hund an. Ich hatte ihn wie üblich mit. Immerhin laufen dann schon mal 6 nackte Pfoten des Weges. Nach dem kurzen Gespräch über den Hund fragte Sie mich noch über das Barfußlaufen regelrecht aus. Wir unterhielten uns eine ganze Weile bis ich dann weiterging. Nach etwa 50 m drehte ich mich noch einmal um und sah, wie Sie mit hochgekrempelter Hose und geschulterten Turnschuhen barfuß ihres Weges ging. Als ich das nächste mal auf die Uhr schaute war ich schon 1½ Stunden unterwegs. Ich mußte umkehren, doch den letzten matschigen Wegteil wollte ich noch mitnehmen. Ich finde es herrlich, wenn der weiche Boden nachgibt. Zu meiner Überraschung war der Matsch mehr als knöcheltief. Mein Hund lief am Rand über die Wiese. Am Ende dieses Teilstücks kam es wie es kommen mußte. Eine ganze Wandergruppe kam mir entgegen. Sie grinsten und grüßten sogar, obwohl ich Keinen davon kannte. Die ersten versuchten schon im Slalom, die wenigen trocken Stellen nutzend, an dem Matsch vorbei zu kommen. Auf einmal schrie ein ältere Frau, fast am Ende der Gruppe, : "Der tut was für die Gesundheit ! Der läuft Barfuß !" Ein Teil der Gruppe hatte sich so erschrocken, ich übrigens auch, das sie von ihren trocken Flecken abrutschten und mit ihren Wanderschuhen mitten im Schlamm standen. Ich mußte lachen. Nun mußte ich aber wirklich zurück lief natürlich noch einmal durch den Matsch. Die Frau drehte sich immer wieder um und wartete mit einigen anderen Frauen bis ich aufgeschlossen hatte. Sie erzählte dann von Ihrer barfüßigen Kindheit. War sehr interessant Ihr zu zuhören. Nach einiger Zeit ging die Gruppe zur Fähre und ich weiter Richtung Parkplatz. Auf halbem Wege kam mir dann noch mal die junge Frau vom Anfang entgegen. Mit genauso schlammverschmierten Füßen wie ich. Wir lachten uns an und sagten, beide fast gleichzeitig,:"Bis bald." Den Spuren nach hatte Sie nicht eine matschige Stelle ausgelassen.
Baumberg liegt zwischen Monheim und Düsseldorf-Benrath. Aus Richtung Benrath noch hinter Urdenbach direkt am Rhein. Ich parke entweder in Urdenbach, der Parkplatz liegt etwas tiefer als die Straße genau gegenüber der Einfahrt zur Fähre, oder am Campingplatz von Baumberg. Dieser liegt aus Richtung Benrath etwa 500m vor Baumberg direkt am Rhein und ist ausgeschildert. Es ist mein bevorzugter Parkplatz. Von da aus gehts mal erst Richtung Rhein und dann den Wegen folgend direkt am Rhein entlang.
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22.11.2003